Evangelische Schule Neuruppin

Sat, 17.11.18

- Grundschule, Oberschule und Gymnasium -

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Schullosung 2018: Einander helfen, um gemeinsam in der Gemeinschaft zu wachsen.


Titel/ÜberschriftPädagogische Schwerpunktsetzung (Profil): Hospiz macht Schule
Ausgangslage/ Situation/ Begründung
Seit mehreren Jahren besteht eine sehr gute und enge Zusammenarbeit mit dem Ruppiner Hospiz „Haus Wegwarte“. Einige ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen haben an der Ausbildung „Hospiz macht Schule“ teilgenommen und stellten im Herbst 2013 unserer Schule das Konzept näher vor. Da es zuvor im Land Brandenburg noch nicht durchgeführt wurde, fand es im vergangenen Jahr als Pilotprojekt an unserer Schule das erste Mal statt.
Konkretes bestehendes Angebot
Das Hospizprojekt ist ein Angebot für die Schülerrinnen und Schüler der 4. Klassen und wird von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern des Ruppiner Hospizes durchgeführt. Bei diesem Konzept handelt es sich um eine fünftägige Unterrichtswoche von täglich vier Zeitstunden. Diese Projektwoche, die themenorientiert durchgeführt wird und den Kindern vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten an die Hand gibt, hat folgenden Inhalt:
1. Tag: Werden und Vergehen – Wandlungserfahrungen
2. Tag: Krankheit und Leid
3. Tag: Sterben und Tod
4. Tag: Vom Traurigsein
5. Tag: Trost und Trösten
In den Frühlingsmonaten März/April wird dieses Angebot mit jeder 4. Klasse im Abstand von ca. 3-4 Wochen durchgeführt. Das Projekt findet immer in der Zeit von 8-12 Uhr in den Räumlichkeiten des Horts statt. In dieser Zeit haben die Schüler keinen regulären Unterricht.
Ziel / Absicht
„Hospiz macht Schule“ hat zum Ziel, im Rahmen einer Woche, gerade Kinder im Grundschulalter mit dem Thema „Tod und Sterben“ nicht allein zu lassen. Sie sollen in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit bekommen, alle Fragen, die sie zum Thema Abschiednehmen/Lebensende bewegen, zu stellen und so gut wie möglich beantwortet zu bekommen.
Während dieser Woche wird an jedem Tag zu einem anderen Thema gearbeitet. Die Themen der einzelnen Tage werden immer von einem Mitarbeiter moderiert. Am Ende der Woche gibt es ein gemeinsames Fest mit den Schülern und ihren Eltern, aber auch weitere Mitarbeiter des Hospizes und unserer Schule werden dazu eingeladen. Die Kinder stellen dann ihre Ergebnisse vor und berichten gemeinsam den Eltern und Gästen von ihren Erfahrungen in dieser Woche.

Auch die Eltern werden während dieses Projekts begleitet. Bereits im Vorfeld findet ein Elternabend statt, bei dem die Mitarbeiterinnen des Hospizes das Projekt genauer vorstellen. Anwesend sind ebenso die Klassenleiterin, die Schulleitung, die Erzieherin, ein Gemeindepfarrer, eine Kinderärztin und die Sozialpädagogin. Die Eltern werden hier auf die bevorstehende Woche vorbereitet und haben die Möglichkeit, ihre Fragen zu äußern. Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen, die Klassenleiterin, die Erzieherin und die Sozialpädagogin Ansprechpartner für die Eltern. Die Eltern erfahren während dieser Zeit eine Unterstützung und können auch noch im Anschluss daran das Beratungsangebot unserer Schulstation nutzen.

Folgende Fächer setzen die Ziele in den Jahrgängen 1 bis 4 um: Religion, Deutsch, Kunst, Sachunterricht
Rahmenbedingungen
Termine (Beginn/ Ende)
Beteiligte
Verantwortliche
Ressourcen
Das Projekt wird immer jeweils mit einer Klasse an fünf Tagen durchgeführt. Durch die sehr enge Zusammenarbeit mit unserem Schulhort können wir am Vormittag in der Zeit von 8.00-12.00 Uhr die Räumlichkeiten nutzen. Somit kann auch in Kleingruppen gezielter gearbeitet werden. Die Kinder erfahren hierbei eine geschützte Atmosphäre, in der es ihnen leichter fällt, über diese sehr sensiblen Themen zu sprechen.
Das Projekt wird von den Mitarbeiterinnen des Hospizes durchgeführt und von unserem Gemeindepfarrer und einer Kinderärztin an den einzelnen Thementagen begleitet. Ebenso sind die Klassenleiterin und die Sozialpädagogin immer dabei und als Ansprechpartner für die Kinder sofort erreichbar.
Die Betreuung im Anschluss an den Projekttag übernimmt die Erzieherin der jeweiligen Klasse. Die Kinder haben dann selbstständig die Möglichkeit zu entscheiden, wie sie den Nachmittag verbringen möchten. Im Freien Spiel, in Gesprächen oder ganz für sich in Gedanken. Die Klassenleiterin, Erzieherin und Sozialpädagogin begleiten die Kinder auch nach Projektende.
Die benötigten Materialien für die Durchführung des Projekts stellt das Ruppiner Hospiz. Technisches Equipment wird in vorheriger Absprache von der Schule zur Verfügung gestellt.
Fortbildungsbedarf
Alle Mitarbeiter, die dieses Projekt durchführen, haben an der Ausbildung „Hospiz macht Schule“ teilgenommen.
Evaluation
Wann ist das Projekt erfolgreich?
Wie wird evaluiert?
Es findet nach jedem Projekttag eine abschließende Evaluation mit allen Beteiligten statt (Projektleiter, Mitarbeiter, Klassenleitung, Sozialpädagogin). Hierbei wird intensiv ausgewertet und der folgende Tag geplant. Nach Abschluss der Projektwoche findet eine weitere gemeinsame Auswertung statt, bei der dann auch die Schulleitung anwesend ist. Die Kinder werden am Projektende ebenfalls um eine Rückmeldung gebeten. Dies erfolgt dann im Klassenverband gemeinsam mit der Klassenleiterin in Form von einem kleinen Projektabschlussbrief, in dem es darum geht, rückblickend zu beschreiben, wie die Kinder die gemeinsame Projektwoche erlebt haben. Diese Auswertung kann auch anonym erfolgen. Ebenso findet ein Informationsaustausch, der von einer Supervision begleitet wird, für alle Mitarbeiterinnen des Ausbildungslehrgangs „Hospiz macht Schule“ statt.
Das Projekt ist erfolgreich, wenn das Ziel, den Kindern die sensiblen Themen „Tod und Sterben“ auf kindgerechte Weise näher zu bringen, umgesetzt werden konnte. Die Rückmeldung der Kinder ist hierbei am Wichtigsten. Aufgrund der täglichen Evaluation der einzelnen Projekttage kann zeitnah und gezielt reagiert werden und eventuelle Besonderheiten können berücksichtigt werden.
 

Letzte redaktionelle Aktualisierung 04.05.2017