Evangelische Schule Neuruppin

Sat, 17.11.18

- Grundschule, Oberschule und Gymnasium -

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Schullosung 2018: Einander helfen, um gemeinsam in der Gemeinschaft zu wachsen.


Titel/ÜberschriftSelbstreguliertes Lernen: Mediation: Streitschlichter und Konfliktlotsen
Ausgangslage/ Situation/ Begründung
Da das friedliche und gewaltfreie Miteinander an unserer Schule fest in unserem Konzept verankert ist, werden immer am Ende der 5. Klasse Konfliktlotsen ausgebildet.
Bereits bei den jüngeren Grundschülern konnten wir zunehmend beobachten, dass sie sehr darauf achten, sich für ihre Mitschüler in Problemsituationen einzusetzen. Daher fungieren die Klassensprecher der Jahrgänge 2 bis 4 auch zunehmend als Streitschlichter auf dem Schulhof. Ab Klasse 5 können sie dann an der Ausbildung zum Konfliktlotsen teilnehmen. Diese wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Da es für die Ausbildung zum Konfliktlotsen großes Interesse gibt, aber nur 12 Schüler diese absolvieren können, wird im Vorfeld eine Bewerbung für dieses Amt vorbereitet und in der Klasse vorgestellt. Die Mitschüler entscheiden dann, wen sie für dieses Amt als geeignet empfinden und wählen in jeder 5. Klasse je 4 Schüler.
Konkretes bestehendes Angebot
Die Klassensprecher und Vertreter der Klassen 2, 3 und 4 sind auch als Streitschlichter in den Pausen tätig. Hierfür gibt es einen festen Einsatzplan. In beiden großen Pausen sind die Streitschlichter auf dem Schulhof präsent und an ihren roten Armbinden zu erkennen. Darüber hinaus sind die Streitschlichter auch in ihren Klassen Ansprechpartner und helfen ihren Mitschülern bei Problemen oder kleineren Streitigkeiten weiter.
Seit dem Schuljahr 2012/13 gibt es auch an unserer Grundschule in der 5. und 6. Klasse Konfliktlotsen, die in Streitsituationen ihre Mitschüler bei der Lösungssuche unterstützen.
Unsere 12 Konfliktlotsen sind Schüler der 6. Klasse, die alle an einer Ausbildung mit abschließender Prüfung teilgenommen haben.
In den Pausen haben immer drei Konfliktlotsen zusammen mit einem Lehrer die Aufsicht. Hierfür gibt es einen festen Einsatzplan, der zu Beginn des Schuljahres gemeinsam besprochen wird. Jeder Schüler hat seine regelmäßigen Pausendienste, in denen er als Konfliktlotse auf dem Hof ansprechbar ist. Um für alle anderen Schüler gut erkennbar zu sein, tragen die Konfliktlotsen in den Pausen eine blaue Armbinde mit der Aufschrift Konfliktlotse. Sollte es in den Pausen einen Konflikt geben, dann kann dieser mit den Schülern gleich vor Ort in dem Besprechungsraum geklärt werden. Damit die Konfliktlotsen immer erreichbar sind, gibt es dort einen Briefkasten für die Sorgen und Probleme der Schüler. Aber auch in den Klassenräumen werden die Konfliktlotsen von ihren Mitschülern angesprochen und um Hilfe gebeten. Dann reichen manchmal schon ein kurzes Gespräch und gutes Zuhören, so dass kein zusätzlicher Termin im Besprechungsraum mehr notwendig ist.
Ziel / Absicht
Die Schüler haben durch das Mediationsangebot die Möglichkeit, sich sofort Hilfe zu suchen und Unterstützung zu erfahren. Zum neuen Schuljahr stellen sich die Konfliktlotsen in den einzelnen Klassen vor. Ebenso sind im Eingangsbereich des Schulgebäudes die Fotos und Namen der Konfliktlotsen angebracht. So können die Schüler die Konfliktlotsen gezielt ansprechen. Mit Hilfe der Mediation lernen die Kinder, selbstständig nach einer Lösung in Konfliktsituationen zu suchen und Probleme oder Schwierigkeiten erst miteinander zu besprechen, ohne gleich einen Pädagogen hinzuziehen zu müssen.
Die Konfliktlotsen übernehmen Verantwortung, indem sie eigenständig die Mediationen durchführen. Ebenso sind sie für das Einhalten des Einsatzplanes verantwortlich. Für ihre Arbeit erleben sie eine Wertschätzung und positive Bestärkung seitens ihrer Mitschüler und Lehrer. Dies wiederum trägt zur Stärkung der Resilienzfaktoren und zur Förderung der sozialen Kompetenz bei.

Folgende Fächer setzen die Ziele in den Jahrgängen 1 bis 4 um: Deutsch, Sachunterricht
Rahmenbedingungen
Termine (Beginn/ Ende)
Beteiligte
Verantwortliche
Ressourcen
Die Streitschlichter und Konfliktlotsen werden von der Sozialpädagogin betreut und angeleitet. Die Streitschlichter treffen sich als Klassensprecher regelmäßig im Schülerrat, um sich auszutauschen und eventuelle Vorkommnisse aus den einzelnen Klassen anzusprechen und diesbezüglich eine Lösung zu finden. Die Schüler des Schülerrats können auch darüber hinaus jederzeit die Sozialpädagogin bei Fragen oder Problemen ansprechen (persönlich oder schriftlich über einen Briefkasten).
Die Konfliktlotsenausbildung erfolgt am Ende des 5. Schuljahres über einen Zeitraum von drei Tagen, die aber über drei Wochen verteilt sind. Diese Ausbildung wird von der Sozialpädagogin durchgeführt. Sie bereitet die Schüler auf ihre Prüfung vor, welche am Ende von der Mediationsbeauftragten der Evangelischen Schulstiftung abgenommen wird. Für ihre Arbeit haben die Konfliktlotsen einen eigenen Raum, in welchem sie ihre Teamtreffen abhalten und die Mediation durchführen.
Fortbildungsbedarf
Die Konfliktlotsen nehmen an Austauschtreffen mit den Konfliktlotsen anderer evangelischer Schulen aus Berlin und Brandenburg teil. Hierbei sind bis zu 300 Konfliktlotsen vertreten. Dieses Treffen soll alle zwei Jahre in Berlin stattfinden. Ebenso besteht eine Zusammenarbeit mit Konfliktlotsen einer anderen Neuruppiner Grundschule. Diese Vernetzung wird weiter ausgebaut, so dass ein regelmäßiger Austausch zwischen den Schülern gewährleistet werden kann.
Evaluation
Wann ist das Projekt erfolgreich?
Wie wird evaluiert?
Die Konfliktlotsen kommen immer einmal in der Woche im Team zusammen. Es werden Absprachen getroffen, die Woche ausgewertet und Mediationen besprochen. Diese Treffen werden abwechselnd von der Sozialpädagogin und den Schülern geleitet. Ebenso haben die Konfliktlotsen die Möglichkeit, sich in einer eigenen Gruppe übers Messageboard auszutauschen oder auf diesem Wege kurzfristig Absprachen zu vereinbaren. Das Austauschtreffen in Berlin ist gleichzeitig eine Wertschätzung der geleisteten Konfliktlotsenarbeit. Die Schüler werden vom Vorstand und den Mediationsbeauftragten der Schulstiftung ausgezeichnet und bekommen eine Urkunde überreicht.
Dieses Projekt kann als erfolgreich bezeichnet werden, da das Angebot von den Schülern sehr gut genutzt wird. Sie suchen gezielt ihre Konfliktlotsen auf und bringen ihr Anliegen vor.
Das große Interesse bei den Fünftklässlern, einmal selbst die Ausbildung absolvieren zu wollen, macht deutlich, welch hohen Stellenwert diese Aufgabe in der Schülerschaft hat. Die große Bereitschaft der Konfliktlotsen, dieses Amt während ihrer Pausenzeiten durchzuführen, macht deutlich, wie viel Freude sie an dieser Aufgabe haben.
 

Letzte redaktionelle Aktualisierung 04.05.2017