Evangelische Schule Neuruppin

Sat, 15.12.18

- Grundschule, Oberschule und Gymnasium -

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Schullosung 2018: Einander helfen, um gemeinsam in der Gemeinschaft zu wachsen.


Pädagogische Schwerpunktsetzung (Profil): Medienkonzept

1. Allgemeines Leitbild

Unser Verständnis von Lernen in der globalisierten Welt geht davon aus, dass die Schülerinnen und Schüler unserer Schule Fähigkeiten und Fertigkeiten lernen, die sie in immer wieder neuen realen Handlungs¬situationen eigenständig und kritisch anwenden können. Ein solches auf Kompetenzen ausgerichtetes Lernen erfolgt lebenslang und ist auf die Bewältigung vielfältiger Herausforderungen im Alltags- und Berufsleben ausgerichtet. Deshalb umfasst unser Medienentwicklungsplan alle drei Schulformen und Jahrgangsstufen.
Das Lernen mit den Medien, so genannten „alten“ wie „neuen“, ist systematisch in alle Lernprozesse zu integrieren. Dies erfolgt auch mit dem Ziel, Kenntnisse, Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erwerben, um den Herausforderungen in einer von Medien geprägten Welt gerecht zu werden.
Lebensnahen und authentischen Unterricht gestalten: Die zeitnahe Dokumentation des Weltgeschehens im Internet soll spontan als Unterrichtsanlass genutzt werden. Sofortiger Zugriff auf umfangreiche Datenbestände wie Lexika und Sammlungen sowie vereinfachte Kommunikationsmöglichkeiten im Internet sollen den Unterricht bereichern.
Lernmotivation steigern: Die Arbeit am Computer knüpft an die Lebenswirklichkeit unserer Schülerinnen und Schüler an. Der spielerische Arbeitscharakter wird mit dem Bewusstsein verbunden, dass eine bei Erwachsenen anerkannte Tätigkeit in quasi erwachsenentypischer, ernstzunehmender Qualität ausgeführt werden kann. Der Einsatz neuer Medien bedeutet zudem einen Zugewinn an Präsentationstechniken, Erklärungsmöglichkeiten und Methodenvielfalt. Zudem spricht die multimediale Aufbereitung von Lerninhalten verschiedene Sinneskanäle an.
Medienkompetenz entwickeln: Sie müssen lernen, aus der Fülle der vorhandenen Informationen das für sie Relevante herauszufiltern. Dabei ist es unsere Pflicht, sie auf die Gefahren im Internet hinzuweisen.
Besser und häufiger differenzieren: Dabei soll moderne Lernsoftware zum Einsatz kommen, die auf die unterschiedlichen Leistungsfähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst ist. Leistungsschwächere sollen mit vielen Anschauungshilfen versorgt werden und in individueller Geschwindigkeit ihre Lerninhalte bearbeiten können. Für leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler stellen die Möglichkeiten des Internets zusätzlichen Lernstoff zur Verfügung. Außerdem eröffnen aktuelle Programme neue Möglichkeiten zur individuellen Fehlerdiagnose und damit einer gezielten Intervention (Förderung) in den entsprechenden Bereichen.
Schule „öffnen“: Wir wollen die vielfältigen Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Schulklassen, Muttersprachlern und Experten nutzen. Durch E-Mail-Kontakte, Chats oder Communities wollen wir die „Lernisolation“ durchbrechen und neue Einsichten und Einblicke in andere Lebenswelten erhalten. Zudem können die Unterrichtsergebnisse auf einer Webpage veröffentlicht werden, so dass Sprech- und Schreibanlässe nicht auf die Situation im Klassenraum beschränkt sind.
Soziales Lernen fördern: Die Schülerinnen und Schüler ergänzen sich in ihren Kenntnissen meist ohne spezielle Hinweise oder Bitten der Lehrer. „Ganz nebenbei“ werden z.B. elementare Kenntnisse der Textverarbeitung von Kind zu Kind weitergegeben oder Rechercheprobleme miteinander gelöst.
Mehrperspektivisches Lernen ermöglichen: Fächerübergreifendes, auch bilinguales Lernen soll durch die umfassende Darstellung im Internet und den Einsatz entsprechender Lernsoftware gefördert werden. Links bieten durch optimale thematische Verknüpfung vielseitiges Lernen, differenzierte Suchmaschinen eröffnen unkompliziert und schnell vielfältige Informationsquellen.
Lernkompetenz steigern: Die Fähigkeit, den eigenen Lernprozess zu organisieren, wird am Computer geschult, indem Informationsquellen selbständig gesucht und genutzt oder die Bearbeitung der Schreibaufgabe allein eingeteilt werden müssen. Lernweg und Lerngeschwindigkeit können dabei selbst bestimmt werden. Neue Lernumgebungen ermöglichen die Zusammenschau und Verknüpfung bisher isolierter Kenntnisse und Wissensfragmente.

2. Ziele

Aus dem Leitbild ergeben sich insbesondere auch für die Oberstufe konkrete Medienbildungsziele. Dazu gehört z.B., die Studierfähigkeit der Schülerinnen und Schüler stärker zu fördern. Da universitär in erheblichem Umfang mediale Onlineanwendungen in allen Studiengängen an Bedeutung gewinnen, sollen unsere Schülerinnen und Schüler mit der verstärkten Implementierung solcher Anwendungen auf Ihr Studium vorbereitet werden. Dazu gehören insbesondere das Internet als Plattform (anstatt des lokalen Rechners) zu nutzen, datengetriebene Anwendungen zu beherrschen, die Vernetzung verstärkt durch eine „Architektur des Mitwirkens“ zu erleben und die Software über Fähigkeiten eines einzelnen Verwendungszwecks hinaus zu nutzen. Die Grundlagen für erweiterte Anwendungen in der gymnasialen Oberstufe werden in der Sekundarstufe I und der Grundschule gelegt. Dies kann nur gelingen, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind und die Unterrichtenden kompetent und strukturiert den interaktiven Unterricht moderieren.
Ziele des Einsatzes neuer Medien im Unterrichtsprozess der Oberstufe sind in Übereinstimmung mit den fachbezogenen Rahmenlehrplänen sowie den allgemein-pädagogischen Zielen zu setzen; diese müssen fest in das Medienkonzept integriert werden. In Übereinstimmung damit sollen in allen Fächern Schwerpunkte auf der Entwicklung der Fähigkeiten im Umgang mit Sprache und Wissen liegen. Neben dem Erwerb fachbezogener Kompetenzen steht der Erwerb fächerübergreifender Kompetenzen im Mittelpunkt. Medienkompetenz ist insofern auch Teil des Erwerbs überfachlicher Kompetenzen, insbesondere der Selbstkompetenz, durch die die Schüler befähigt werden, selbständig fachliche Kompetenzen zu erwerben.
Das Internet mit allen Anwendungen eröffnet den Schülerinnen und Schülern eine Vielzahl an Möglichkeiten sich derartige Kompetenzen anzueignen. Um diese Ziele zu erreichen, ist es notwendig, die Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien zu befähigen. So müssen sie gerade auch befähigt werden, medienkritische Betrachtungen zur Verlässlichkeit von Kommunikation und Medien anzustellen.
Bisher überwiegt auch an unserer Schule der Anteil der Mediennutzung zur Informationsbeschaffung. Dieser Anteil sollte sich zugunsten einer aktiven Mitgestaltung von Webinhalten verringern. Die Schaffung neuer Mediennutzungsprofile im schulischen Lernen muss dabei im Mittelpunkt stehen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist dabei im Kompetenzerwerb zur Ausbildung von Teamfähigkeit zu sehen. Diese ergibt sich durch die gemeinsame vernetzte und ortsunabhängige Arbeit an Medienprojekten sowie dadurch, dass die Zusammenführung und Präsentation von Ergebnissen durch Mediennutzung ermöglicht und gefördert werden.
Das Ziel der Umsetzung des MEP ist es, Lernen mit Medien systematisch und kontinuierlich in Lernprozesse zu integrieren. Neben den fachlichen und überfachlichen Kompetenzen, die der Schüler bis zum Abitur erworben haben muss, tritt der bewusste und kritische Umgang mit Medien.
Angestrebt wird eine große Vielzahl an Möglichkeiten der Mediennutzung für alle Fächer und Altersstufen. Es werden nicht mehr nur Computer- und Webanwendungen mit starren Inhalten benutzt, sondern die Interaktivität, das Mit- und Selbstgestalten der Schüler treten mehr und mehr in den Vordergrund. Dabei übernehmen die Lehrer mehr die Rolle des Moderators und die Schüler bringen ihre praktischen Erfahrungen im Umgang mit Medien in den Unterricht ein.

2.1 Erwerb von Kompetenzen zur Studierfähigkeit
Die integrative Medienpädagogik kann einen besonderen Beitrag zur Erlangung von Kompetenzen zur Studierfähigkeit leisten. Medien¬kompetenz wirkt in zwei komplementäre Richtungen: 1. die Fähigkeiten zu besitzen, Informationen zu beschaffen, kritisch zu bewerten und für die richtigen Zwecke einzusetzen sowie 2. mit Medien verantwortungsbewusst umzugehen durch Nutzung zuverlässiger Quellen und unter Beachtung von Urheberrechten.
Die Vermittlung von Kenntnissen (Medienkunde) und Fertigkeiten (Mediennutzung) darf sich nicht allein auf den Nutzungsaspekt beschränken, sondern muss mit den Schülern auch Grenzen und Gefahren neuer Medien aufzeigen (Medienkritik) und Spielräume für Kreativität und Produktivität eröffnen (Mediengestaltung). Medienkompetenz beruht auf einem ausgewogenen Verhältnis dieser vier Kompetenzbereiche. Das gegenwärtige Web ermöglicht allen Nutzern die Mitgestaltung von Webinhalten. Oftmals werden von Schülern zu leichtfertig persönliche Daten in Text, Bild und Ton der Öffentlichkeit präsentiert. Dieser Sorglosigkeit im Netz muss die Medienerziehung genau so entgegenwirken, wie den negativen, durch Anonymität unterstützten Auswirkungen von Beleidigung, Beschimpfung und Cybermobbing in Foren und Chats.

2.2 Wettbewerbe
Die individuelle Förderung der Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten und ihrer Interessen spiegelt sich auch in der regen Teilnahme der Schüler an regionalen und nationalen Schüler-Wettbewerben wider. An unserer Schule wurde ein Wettbewerbskalender entwickelt, den die Schüler über die Homepage einsehen können. Wettbewerbsbeiträge entstehen z.T. im Fachunterricht, z.T. in außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaften.
Die Bereitstellung eines modernen Medienangebots trägt zur Qualitätsentwicklung der Wettbewerbsbeiträge bei. So können die Schüler schneller und direkter miteinander kommunizieren, ggf. auch mit Experten, und sich zielgerichtet Hintergrundinformationen verschaffen. Darüber können entsprechend multimediale Wettbewerbsbeiträge erstellt werden, vor allem unter Einbeziehen von Film-, Foto- und Tonmaterialien.
Oftmals werden Wettbewerbsbeiträge auf den Homepages der Veranstalter hochgeladen, um sie dann auch in speziellen Foren zu hinterlegen und weiteren Teilnehmern so zugänglich zu machen. Schulinterne wird die Schulgemeinschaft über das Intranet über Ergebnisse bzw. Erfolge einzelner Wettbewerbsteilnahmen informiert.

2.3 Leistungsnachweise
Im Unterricht der Sekundarstufe II werden zunehmend andere Leistungsnachweise in die Bewertung der sonstigen fachlichen Leistungen einbezogen. Das Erstellen und Präsentieren von Arbeitsprozessen und -ergebnissen, z. B. im Rahmen von Klausurersatzleistungen, Studien- bzw. Belegarbeiten, Referaten sowie als 5. Prüfungskomponente in der Abiturprüfung ist immanenter Bestandteil aller Unterrichtsfächer. Dabei wollen wir vor allem projektartiges Lernen fördern.
In diesem Zusammenhang ist für die Schüler immer auch die angemessene mediale Aufbereitung Teil der zu erbringenden Leistung. Hierbei entwickeln unsere Schüler in besonderem Maße Präsentations¬kompetenz. Darüber hinaus können diese Arbeiten allen Kursteilnehmern zur Verfügung gestellt werden bzw. für weitere Unterrichtszwecke archiviert werden.

2.4 Ressourcenschonung
Angestrebt wird, dass der Anteil digitaler Unterrichtsmedien im Vergleich zur Nutzung traditioneller Papiermedien kontinuierlich erhöht wird. Arbeitsblätter, Tests, Klausuraufgaben, auch Lektüren, z. B. im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht, erhalten die Schüler ausschließlich in digitaler Form.
Entsprechend soll zum einen der kostenintensive Verbrauch an häufig nur einmalig eingesetzten Kopien, zum anderen die Anschaffung von Lernmitteln, die zudem einem hohen Verschleiß unterliegen, stark verringert werden. Es ist davon auszugehen, dass die jährlichen Kopierkosten spürbar verringert werden. Ebenso werden Möglichkeiten geschaffen, das bestehende Raumkonzept weiterzuentwickeln. Das platzaufwändige Aufbewahren von Büchern, Kopierpapier, Schülerarbeiten entfällt. Ergänzend werden kostenlose digitale Angebote aus allen Fachbereichen für alle Fachbereiche zur Verfügung gestellt, so dass der Schuletat weiter entlastet wird.
Letztlich stärkt dies auch das Umweltbewusstsein der Schüler, insbesondere den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Rohstoff Papier.

2.5 Förderung des fachübergreifenden Lernens
Im Unterricht erfolgt eine stärkere Orientierung der Unterrichtsarbeit auf Projekte zu „Echt-Problemen“ mit Relevanz für die soziale und personale Entwicklung der Heranwachsenden. Der Einsatz der neuen Medien ermöglicht hier in besonderer Weise das tagesaktuelle Erfassen und Verarbeiten von Informationen und Daten sowie das Einbeziehen von Expertenwissen aus den verschiedensten Fachgebieten. Die multimediale Darstellung der Projektergebnisse wird wiederum über das Intranet der Schulgemeinschaft zugänglich gemacht.
Hierbei wird angestrebt, dass das starre Lerngruppen-Prinzip temporär aufgelöst und lerngruppen- und jahrgangsübergreifend gearbeitet wird. Auf diese Weise können Expertenwissen und Lerninteressen einzelner Schüler zielführend in größere Projekte eingebunden werden, wie es gerade für längerfristige Projekte zweckmäßig ist. Beispielhaft sei hier auf das Projekt „Politische Wahlen“ verwiesen:
- Erfassen von Daten („Wahltrends“) an verschiedenen, örtlich entfernten Wahllokalen der Wahlkreise (Deutsch)
- Übermittlung der Daten an zentralen Rechnerpunkt in der Schule (Informatik)
- Statistische Aufbereitung der Daten (Mathematik)
- Regionale Auswertung der Daten (Geografie)
- Aufbereitung nach sozialen Randbedingungen (Politische Bildung)
- Graphische Darstellung der Daten (Informatik)
- Präsentation der Wahlergebnisse (Darstellendes Spiel, Kunst)
- Durchführen einer Podiumsdiskussion unter Einbeziehen von nicht vor Ort anwesenden Diskussionsteilnehmern mittels Videokonferenz (Deutsch)
- Wechselseitige Live-Schaltungen in einzelne Klassenräume (Informatik)
Planung der zukünftigen Mediennutzung

3. Rahmenbedingungen und Maßnahmen

Zur Erreichung der beschriebenen Medienbildungsziele müssen an unserer Schule die technisch-räumlichen und personellen Rahmenbedingungen erweitert werden. Dafür sind die in Tabelle 2 aufgeführten Maßnahmen vorgesehen.

Ziele Maßnahmen
Lebensnahen, authentischen Unterricht gestalten
1. Zugriff auf das Internet als Informationsmedium
Lernmotivation steigern
2. Einsatz von Office-Programmen
3. Einsatz von Multimedia-Programmen
4. Einsatz von Präsentationssoftware und –geräten
Medienkompetenz steigern
5. Fortbildung der Unterrichtenden
6. Einsatz von Medienlotsen
7. Elternarbeit
Besser und häufiger differenzieren
8. Einsatz von zielgruppenspezifischen Lernprogrammen
Schule "öffnen"
9. Zugriff auf das Internet als Kommunikationsmedium
10. Einsatz von E-Mail-Programmen
Soziales Lernen fördern siehe Lernmotivation steigern
Mehrperspektivisches Lernen fördern
11. Einsatz zielgruppenspezifischer Simulationsprogramme
Lernkompetenz steigern und Kompetenzen zur Studierfähigkeit erwerben (Sek II) siehe Lernmotivation und Medienkompetenz steigern
Teilnahme an Online-Wettbewerben ermöglichen siehe Lernmotivation steigern
Alternative Formen von Leistungsnachweisen ermöglichen siehe Lernmotivation steigern
Ressourcen schonen
12. Einsatz digitaler Unterrichtsmedien, z.B. e-books
Fächerübergreifendes Lernen fördern siehe Lernmotivation und Medienkompetenz steigern
Erkennen von Trends und Mustern bei der Mediennutzung
13. Fortlaufende Evaluation und Anpassung der Medienbildungsziele und -maßnahmen in den Gremien

Tabelle 2: Ziele und Maßnahmen der Medienbildung
Alle in Tabelle 2 genannten Maßnahmen laufen im Wesentlichen darauf hinaus, unsere Unterrichtsräume so auszustatten, dass Medien jederzeit verfügbar sind und in den Unterricht einbezogen werden können. Damit ist eine noch bessere Differenzierung und Teamarbeit bei der Aneignung der Lerninhalte möglich. Arbeitsergebnisse können präsentiert und öffentlich, auch über die Lerngruppe im engeren Sinne hinaus, zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus ist eine Kommunikation in der Lerngruppe auch außerhalb der Unterrichtszeit möglich und bietet die Chance, Probleme fächerübergreifend zu diskutieren.
Durch die Vernetzung und den Einsatz neuer Medien wird zudem die Projektarbeit gefördert. Unterrichtsprojekte können orts- und zeitunab¬hängig durchgeführt werden; ebenso wird die Einbeziehung außerschulischer Partner einfacher. Die ständige Verfügbarkeit von aktuellen Materialien sowie der Zugriff auf neueste Erkenntnisse werden sich sehr gewinnbringend auf den Unterricht auswirken.
Im Folgenden werden die Maßnahmen aus Tabelle 2 näher erläutert, die besondere Anforderungen an die IT erfordern.

3.1 Einsatz von Lernsoftware und Internet als Informationsmedium
Die Verwendung der elektronischen Medien soll einen Unterricht ermöglichen, der sich abwendet von der lehrerzentrierten Arbeit im Klassenzimmer. Die Lernzeit und der Lernort werden so nicht bis ins Kleinste vom Lehrer festgelegt. Dem Schüler wird ermöglicht bzw. wird er gefordert, ein eigenes Zeitmanagement aufzubauen und zu entwickeln. In Absprache mit dem jeweiligen Lehrer oder anderem Betreuer werden Zwischenergebnisse im Team evaluiert und neue Ziele festgelegt. Der Grad an Eigenverantwortung für die Nutzung seiner Arbeitszeit für den einzelnen Schüler steigt kontinuierlich.
Der einzelne Schüler kann alle Medien als ergänzende oder unterstützende Ressourcen selbst einsetzen und bestimmen. Nötige Kompetenzen erwirbt der Schüler sich überwiegend durch selbständiges Literatur- und Medienstudium. Dieses erfolgt ebenfalls in Form geeigneter Lerngruppen. Damit wird ein enormer Beitrag zur Flexibilisierung des Unterrichts geleistet.

3.2 Einsatz von Präsentationssoftware und -geräten
In möglichst vielen Unterrichtsräumen tritt an Stelle der normalen Unterrichtstafel das Smart-Board. Es dient neben der Nutzung als Präsentationsmedium zunehmend auch der multimedialen Erarbeitung von Unterrichtsinhalten. Eine zentrale Rolle nimmt neben dem multimedialen und fachübergreifenden Aspekt die Zusammenführung von Arbeitser¬gebnissen einzelner Teammitglieder ein.
Darüber hinaus steht den Fächern eine umfangreiche fachbezogene Datenbank mit Tools, interaktiven Materialien etc. zur Verfügung, auch die ohne langwierige weitere Recherchen sofort zurückgegriffen werden kann. Weiterhin ermöglicht die Nutzung des Smart-Boards als Unterrichts¬medium die zielgerichtete interaktive Simulation von Experimenten im naturwissenschaftlichen Unterricht ermöglicht, die im Fachraum aus den verschiedensten Gründen nicht durchführbar sind.

3.3 Fortbildung der Unterrichtenden
Dieser notwendige Schritt erfordert eine nachhaltige Fortbildung der Lehrkräfte, die zum Teil durch schulinterne Maßnahmen realisiert werden kann. Für das gesamte Kollegium wird eine differenzierte Fortbildung zu technischen Fragen, Fragen der Softwarenutzung und deren praktischer Handhabung sowie des fachspezifischen und didaktischen Einsatzes der neuen Medien notwendig. Vorgesehen ist die Durchführung einer schulinternen Lehrerfortbildung (SCHILF) zur Einführung des MEP mit einem ersten Schwerpunkt auf der praktischen Handhabung von Medien und Medienwerkzeugen.

3.4 Einsatz von Medienlotsen
Ergänzt werden diese Maßnahmen durch eine systematische Schulung von Schülern als Medienlotsen: Ziel soll es sein, dass pro Klassenstufe sechs bis acht Schülerinnen und Schüler als Spezialisten für Bildbearbeitung, für das Betriebssystem oder für weitere technische Fragen ausbildet werden. Sie sind Ansprechpartner für Mitschüler wie Lehrer gleichermaßen.

3.5 Elternarbeit
Bildschirmmedien aller Art bergen Gefahren für die Gesundheit und die geistige Entwicklung der Heranwachsenden. Nicht nur die Schüler- und Lehrerschaft, sondern auch die Eltern sollen darüber informiert sein und die speziellen Risiken bei der Benutzung des Internets kennen. Durch gezielte Informationsveranstaltungen, die sich diesen Fragestellungen widmen, soll der Informations- und Erfahrungsaustausch mit den Eltern gesichert werden. Die Veranstaltungen werden im jährlichen Wechsel, bei Bedarf auch häufiger, angeboten.
In der Informationsveranstaltung „Gefahren des Internets“ werden u.a. die Themen „Gefahren beim Chatten“, „Schutz vor Pornografie und Extremismus im Netz“, „Viren und Trojaner“ und „kostenpflichtige Internetangebote“ thematisiert. Außerdem werden Möglichkeiten vorgestellt, sich durch geeignete Software zu schützen (Virenscanner, Firewall, Filtersoftware).
Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Eltern wissen möchten, ob es sinnvoll ist, den Medienkonsum ihrer Kinder zu beschränken und wie sie dies am besten machen können. Die Frage stellt sich besonders im Zusammenhang mit der Zeit, die viele Schülerinnen und Schüler mit dem Spielen von Computerspielen verbringen. In der Informations¬veranstaltung „PC-Spiele und Begrenzung des Medienkonsums“ sollen deshalb diese Fragen im Vordergrund stehen. Außerdem soll über beliebte Computerspiele (z.B. Counterstrike, World of Warcraft) informiert werden.
Bei Jugendlichen (aber auch Erwachsenen) herrscht der Eindruck, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, in dem man ungestraft neueste Lieder tauschen und teure Software zum Nulltarif herunterladen kann. Mitunter kommt dann das große Erwachen, wenn per Post eine kostenpflichtige Abmahnung oder gar die Polizei ins Haus kommt. Hier will unsere Schule mi der Informationsveranstaltung „Rechtliche Aspekte des Internets“ durch gezielte Information der Eltern vorbeugen helfen.

3.6 Zugriff auf das Internet als Kommunikationsmedium
Die Homepage der evangelischen Schule ermöglicht unter anderem einen Informationsaustausch. Es können Informationen über den aktuellen Klausurplan oder personalisierte Stundenpläne und Prüfungspläne entnommen werden. Aber auch für organisatorische Aufgaben wird die Plattform genutzt, z.B. die Einschreibung in die Arbeitsgruppen für die Religionsprojektwoche des 11. Jahrgangs. Hier stellt die Fachkonferenz Religion die Themen der Arbeitsgruppen bereit, die Schüler tragen sich über die Plattform ein, und die Lehrer haben die Möglichkeit sich die entsprechenden Kurslisten auszudrucken. Ebenso gibt es eine ganze Reihe von Einschreibungen, die ähnlich vonstattengehen. So wird die gesamte Vorbereitung der Projektwoche, vom Eintrag der Themen bis zur Einschreibung der Schüler über die Homepage organisiert. Ebenso die Einschreibung für Thematische Tage, Sportsonderkurse, aber auch die Einschreibung der Kollegen für Weiterbildung oder Arbeitsgruppen bezüglich der pädagogischen Weiterentwicklung der Schule. Die gesamte Kurswahl wird über das Internet abgewickelt. Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre Kurse, Fehlbelegungen werden im Wesentlichen abgefangen. Alle Daten liegen damit somit schon elektronisch vor und können dann gleich für die Berechnung der Kursblockung genutzt werden. Ebenso wählen Schülerinnen und Schüler ihre Klausur- und Prüfungsfächer. Daneben gibt es Informationen über die möglichen Leistungskurse und die damit verbundenen Prüfungsfächer, sowie die Berechnung der Gesamtqualifikation. Der Schüler hat die Möglichkeit Informationen zu den Schulinternen Lehrplänen zu erhalten.
Weiterhin ist durch die interne Kommunikation für jeden Schüler eine Selbstreflexion seines derzeitigen Leistungsstandes gewährleistet werden. Jeder Schüler kann somit jederzeit den Stand seiner Leistungsbewertung abrufen, bei den entsprechenden Lehrern Zusatzinformationen erbitten sowie Möglichkeiten zur weiteren Leistungsentwicklung nutzen. Dieses wird auch durch gezielte differenzierte Aufgaben- und Problemstellungen ermöglicht, die über das Intranet weitergegeben werden können.
Alle Schüler der gymnasialen Oberstufe haben zwei Unterrichtseinheiten mit je 80 Minuten Studienzeit. Die Studienzeit ermöglicht das Lösen von umfangreichen Hausaufgaben, die Vorbereitung auf Klausuren und sonstige Leistungen sowie die Möglichkeiten zur individuellen Förderung. Ziel ist es, dass die unterrichtenden Lehrkräfte die Aufgaben und ggf. das Material über die interne Kommunikationsplattform zur Verfügung stellen. Entsprechend werden Arbeitsergebnisse von den Schülern eingestellt, so dass der Fachlehrer und ggf. die Mitschüler darauf zugreifen können. Eventuelle Rückmeldungen an die Schüler durch den Fachlehrer oder durch die Mitschüler werden so zeitnah möglich. Die neuen Medien unterstützen hier das gemeinsame, arbeitsteilige Erarbeiten von Fachinhalten durch Einbeziehen von z. B. Kommentarfunktionen und personenbezogenen Erläuterungen in Textverarbeitungsprogrammen. Jederzeit sind bei der Evaluation der Arbeitsergebnisse somit Möglichkeiten gegeben, die Anteile der einzelnen der Schülerbeiträge am Gesamtergebnis offenzulegen bzw. nachzuvollziehen. Zugleich erhält der betreuende Fachlehrer eine Rückmeldung zu Quantität und Qualität der Arbeit jedes einzelnen Schülers und kann wiederum zeitnah und zielgenau dem individuellen Schüler Hinweise zur weiteren Arbeit geben. Entsprechend ist auch eine Förderung auf verschiedenem Aufgabenniveau möglich. Dies führt zu einer veränderten Lehrerrolle, von einer weniger anleitenden zu einer mehr unterstützenden und anregenden Tätigkeit. Eine wesentliche Perspektive ergibt sich daraus, dass die Schüler im Hinblick auf die anstehenden Abiturprüfungen eigenständig auf publizierte Prüfungsaufgabensammlungen und Lösungspools zugreifen können.

3.7 Fortlaufende Anpassung der Medienbildungsziele
Hinzu kommt die Evaluation als immanenter Bestandteil bei der Mediennutzung an unserer Schule. Dabei setzen wir folgende Schwer¬punkte:
- Analysieren des Einsatzes der Medien und der methodischen Weiterentwicklung des Unterrichts
- Ermitteln des weiteren Fortbildungsbedarfs der Unterrichtenden
- Austausch über Erfahrungen im Umgang mit den neuen Medien innerhalb der Fachkonferenzen
- Ergänzen der schulinternen Lehrpläne auf der Grundlage wachsender Erfahrungen
- Festlegen weiterer Maßnahmen in den Fachbereichen
Abgeleitete Anforderungen
Aus den beschriebenen Maßnahmen lassen sich die in Tabelle 3 beschrie¬benen (IT) Anforderungen ableiten.
Maßnahmen Abgeleitete (IT) Anforderungen
1. Zugriff auf das Internet als Informationsmedium
- W-LAN in allen Räumen aller Schulgebäude
- Netzfähige PCs, Laptops, Tablets
- Browser Software
- Sicherheitssoftware
2. Einsatz von Office-Programmen
- MS Office Software auf allen verwendeten PCs, Laptops, Tablets
3. Einsatz von Multimedia-Programmen
- Multimedia Software auf allen verwendeten PCs, Laptops, Tablets
4. Einsatz von Präsentations¬software und -geräten
- Smart-Boards mit entspre¬chender Software, Beamer
5. Fortbildung der Unterrichtenden
- Trainer, Raum
6. Einsatz von Medienlotsen Siehe 5
7. Elternarbeit Siehe 5
8. Einsatz von zielgruppen¬spezifischen Lernprogrammen
- Fachspezifische Lernsoftware
9. Zugriff auf das Internet als Kommunikationsmedium Siehe 1
10. Einsatz von E-Mail-Programmen Siehe 1
11. Einsatz zielgruppenspezifischer Simulationsprogramme
- Fachspezifische Simulationssoftware
12. Einsatz digitaler Unterrichts¬medien, z.B. E-Books
- Fachspezifische digitale Schulbücher
13. Fortlaufende Evaluation und Anpassung der Medienbildungsziele und -maßnahmen in den Gremien
- Regelmäßige Treffen der MEP Arbeitsgruppe
Tabelle 3: Abgeleitete (IT) Anforderungen
Tabelle 4 veranschaulicht, wie sich die IT Hardware Anforderungen auf die einzelnen Schulformen verteilen.
Schulform IT Hardware Anforderungen
Primarstufe Ausstattung der Klassenräume mit mindestens zwei Notebooks und einem Beamer (16 Noebooks, 8 Beamer)
Sekundarstufe I 1 Computerkabinett mit 20 Notebooks, Beamer, Smart-Board
flexibel einsetzbare Notebooks
mindestens ein Smartboard pro Etage
Sekundarstufe II ein Tablet-PC je Schülerin und Schüler, flexibel einsetzbare Beamer, mindestens ein Smartboard pro Etage
Tabelle 4: IT Anforderungen der drei verschiedenen Schulformen

4. Einsatz von Tablet-PCs
In der Sekundarstufe I und II soll mittelfristig das Lernen an Tablet-PCs eingeführt werden. Jede Schülerin und jeder Schüler soll während der Unterrichtszeit und bei der Arbeit zu Hause über einen Tablet-PC verfügen. Im Schuljahr 2014/15 haben wir mit dem 7. und 11. Jahrgang damit begonnen. Die Arbeit mit angemessener eigener Hardware ist ebenfalls möglich.
Die Bereitstellung geeigneter Software erfolgt durch die Schule. Jede Schülerin und jeder Schüler verfügt im Kurs über ein digitales Schülerbuch, dass von der Schule zur Verfügung gestellt wird. Die Verantwortung über die Datensicherung und Datensicherheit obliegt den Schülern. Internetzugang während des Unterrichts wird gewährleistet. Eine Vernetzung über geeignete Software wird ermöglicht. Für Klausuren wird ein Satz Tablet-PCs mit geeigneter Software zur Verfügung gestellt. Reparatur defekter Geräte liegt in der Eigenverantwortung der Schüler.
Grundlage für die Arbeit in den Tablet-PC Kursen ist dieses Medienkonzept, insbesondere die dort festgelegte, verbindliche Arbeit in den einzelnen Unterrichtsfächern. Damit wird sichergestellt, dass alle Schüler – egal, ob sie über ein eigenes Tablet verfügen oder nicht – an unserer Schule das gleiche informationstechnische Kerncurriculum durchlaufen. Allerdings erlaubt die ständige Verfügbarkeit eines eigenen Geräts eine intensivere Beschäftigung mit den einzelnen Inhalten, da die Arbeit der Schüler nicht auf die Schule beschränkt ist. Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass sich die individuellen Interessen einzelner Schüler besonders gut durch eigene Geräte verwirklichen lassen.
Die entsprechende Ausstattung führt dazu, dass digitale Aufzeichnungen über Unterrichtsinhalte nicht nur als Text und Bild, sondern multimedial ermöglicht werden. Arbeitsergebnisse lassen sich besser austauschen und persönliche Aufzeichnungen der Arbeitsergebnisse der Schüler können unproblematisch erweitert und vertieft; bereits erarbeitete (auch individuelle) Lernergebnisse können abgerufen werden, aktuelle sind jederzeit präsent. Letztlich wird zielorientiertes Arbeiten effizienter und vernetzter.
Neben den allgemeinen Anforderungen an Software und Hardware muss in allen Schulgebäuden W-LAN verfügbar sein. Zudem muss dafür gesorgt sein, dass es einen IT Support gibt, der die IT-Infrastruktur sicherstellt und eventuell auftretende Fehler beseitigen und Probleme zeitnah lösen kann.


 

Letzte redaktionelle Aktualisierung 04.05.2017