Der S-Junge

Es war einmal ein Junge, der konnte nur lispeln. Das war sehr schade für ihn, denn keiner wollte ihn als Freund haben. Viele Menschen rannten vor ihm weg, weil er die Menschen immer anspuckte. Einige verprügelten ihn sogar. Da wurde er sehr schwach.

Trotzdem kam eines Tages eine Schlange zu ihm und freundete sich mit ihm an. Die Schlange hieß Kaa und schielte. Die Brille, die sie trug, war viel zu groß für sie. Deswegen war sie die meiste Zeit damit beschäftigt, die Gläser wieder auf die Nase zu rücken. Folglich hörte sie nur selten zu, wenn der Junge erzählte.

Aber eines Tages liefen die beiden durch die Wüste. Sie spazierten durch den Sand und erreichten nach einigen Stunden eine Oase. Die Schlange hatte Hunger und wollte einen Baum essen. Doch anstatt in einen Stamm zu beißen, hackten sich Kaas giftige Zähne in das Bein des Jungen. Er schrie auf und schleuderte die Schlange wütend zum Horizont. Da fühlte sich der Junge plötzlich wieder stark und vor Freude hüpfte er herum. Aber da fiel er in ein Loch und stürzte viele Meter hinunter. Als er auf dem Boden angekommen war, lebte er noch. Das war ein großes Glück. Denn wäre er tot gewesen, hätte er niemals die tollen Sachen erleben können, die ihr gleich noch lesen könnt.

Der Junge suchte den Boden ab und fand einen kleinen Vogel, der krank und schwach auf dem Boden lag. Er benutzte ihn für die Nacht als Kopfkissen und er träumte etwas Schönes. Am nächsten Morgen war der Vogel gesund, weil der Junge ihn mit seiner plötzlichen Stärke und Weisheit geheilt hatte. Der Junge hielt sich an den Beinen vom Vogel fest und dieser flog nach oben. Es war schon Nachmittag, als der Junge endlich gegessen hatte und bereit war, aufzubrechen. Er nannte den Vogel Erwin und sperrte ihn in einen Käfig.

Dann kaufte er mit dem Geld, das er der Schlange geklaut hatte, ein Kamel und ritt nach Hause. Unterwegs traf er die Schlange. Er entschuldigte sich bei ihr, band sie an einen Hinterhuf des Kamels. Und weil das Kamel Michael hieß, galoppierte es ganz schnell und Kaas Kopf schlug in kurzen Abständen immer hart auf den Boden auf.

Der Junge kaufte sich ein Haus von dem Geld, das er dem Kamel geklaut hatte und da es ein flaches Dach hatte, wohnten die Tiere eine Etage über ihm neben dem Schornstein. Er nahm immer mehr Tiere auf und ließ sie bei sich wohnen.

Jedes Jahr machte er mit ihnen einen Ausflug in die Wüste und wie beim ersten Mal schleuderte er jedes Tier einmal zum Horizont, um wieder etwas stärker zu werden. Als der Junge ein Mann wurde und schließlich ganz alt war, war er so stark, dass alle Leute ihn bewunderten und seine heldenhaften Taten im Fernsehen gebracht wurden. Es gab sogar eine Soup, die auf einem Sender, dem S-Kanal, ununterbrochen gezeigt wurde. Das war der größte Erfolg im Leben des legendären Florian K.

Und wenn ihr noch nicht von ihm gehört habt, dann geht einfach in die Wüste und sucht ihn. Falls ihr ihn da nicht finden könnt (weil die Wüste zu groß ist), dann schreibt ihm einfach eine E-mail unter: mailto:floKaz@web.deoder schreibt ihm eine Message auf seiner früheren Schulhompage http://www.gymnasium-neuruppin.de/.