Das Skatspielen leicht gemacht    

Das Skatspielen leicht gemacht

Einleitung


Liebe Skatfreunde- Wenn sich Menschen zum ersten mal begegnen - sei es in der Eisenbahn, im Ferienheim oder im Kulturhaus - , wird oft die Frage gestellt:" Spielen sie Skat?" Sicher ist das kein Zufall. Das Skatspiel gehört zu den beliebtesten Beschäftigungen in der Freizeit. Wir freuen uns, dass Sie das Spiel erlernen wollen und geben Ihnen einige Tips und versuchen Ihnen die Regeln nahe zu bringen. Das Skatspiel ist Anfang des 19. Jahrhundert in der Stadt Altenburg in Thüringen entstanden. Das Spiel ist eine Erweiterung des Spieles Schafkopf. Die Regeln wurden im Laufe der Zeit etwas verändert. Seit 1963 gibt es ein Skatgericht, welches über Streitfälle und Spielsituationen diskutiert und berät. Heute erlangt das Spiel weitere Anerkennug über die Grenzen Europas hinaus. Das Skatspiel in für Spieler mit starker Psyche und mit gutem Spielverständnis das den Situationen angepasst werden muß. Es wird von den verschiedensten Gesellschaftschichten gespielt.

Erläuterung des Skatblattes


Das Skatblatt besteht aus 32 Karten welche in 4 verschiedene Farben unterteilt sind. Je Farbe gibt es 8 Karten. Im französischen Blatt, mit dem heute am meißten gespielt wird heißen diese Karo, Herz, Pik und Kreuz. Karo hat den geringsten Reizwert und Kreuz den höchsten. Auch die Farben werden in ihren 8 Karten unterteilt. Dort ist die Reihenfolge Sieben, Acht, Neun, Bube, Dame, König, Zehn, As. Jede dieser Karten hat einen Augenwert. Bei diesen Augenwerten werden keine Unterschiede in der Art der Farbe gemacht. Die Sieben, Achten und Neunen zählen 0, Buben 2, Damen 3, Könige 4, Zehnen 10 und Asse 11 Augen. Da jede Karte viermal (Karo, Herz, Pik und Kreuz) vertreten ist, beträgt der Augenwert aller Skatkarten zusammen:
30 Augen x 4 Farben = 120 Augen

Die Kartenverteilung


Um die Sitzordnung zu bestimmen müssen alle Spieler, mindestens drei eine Karte ziehen auf der eine Nummer steht, welche einem Platz am tisch zugeordnet ist. Dann fängt der Spieler der die niedrigste Karte gezogen hat an, diese zu mischen. Alles dies geschieht jedoch verdeckt. Nach dem Mischen legt der Geber seinem rechten Mitspieler das Spiel hin, dass dieser abheben kann. Es müssen mindestens 4 Karten und nicht mehr als 28 Abgehoben werden. Nachdem abgehoben wurde, gibt der Geber seinem links sitzenden Mitspieler 3 Karten. Dann dem rechts sitzenden und zum Schluß sich selbst. Nun wird ein skat von 2 Karten in die Mitte des Tisches gelegt die sich zuerst niemand anschauen darf. Jetzt erhält jeder Spieler noch einmal 3 und danche 4 Karten. Zum Schluß hat jeder der 3 Spieler 10 Karten auf der Hand. Dazu kommt der Skat von 2 Karten. Also wurden alle der 32 Karten vergeben.

Das Bedienen


Eine der wichtigsten Regeln des Skatspiels ist das Bedienen. Es muss immer bedient werden. Bedienen heißt, dass eine Karte der ausgespielten Farbe oder, wenn Trumpf gespielt wurde, eine Trumpfkarte hingelegt werden muss. Es bleibt dem Spieler überlassen, ob er eine höhere oder niedrige Karte als die angespielte legt. Ein Zwang zum übernehmen oder Stechen gibt es nicht. Je nach Situation und Verlauf des Spieles muss der Spieler die Vor- und Nachteile abwegen.

Das Reizen


Nach dem Geben entscheidet das Reizen darüber, welcher Spieler Alleinspieler wird. Der Meistbiedende erhält das Spiel. Das Reizen ist mit eine der größten Problematiken des Skatspiels, denn viele Versuche dieses Spiel zu erlernen scheitern bereits hier. Beim Reizen gibt es eine Grundregel welche besagt: GEBEN, HÖREN, SAGEN, WEITERSAGEN. Das heißt, der Spieler der die Erste Karte spielt hört als Erster. Der Linkssitzende des herauskommenden Spielers sagt Reizwerte an. Nachdem einer der beiden Spiel gepasst hat, setzt der Geber das Reizen gegen den Übriggebliebenen fort. Der Spieler mit dem höchsten Reizwert erhält das spiel und ist somit der Alleinspieler. Der Spieler der hört bestätigt mur die ihm genannten Werte oder passt. Nun mussen wir uns mit den Zahlen beschäftigen, welche beim Reizen genannt werden. Alle Spielwerte außer Nullspiele sind Produckte zweier Zahlen. Der Spielwert wird errechnet:
Reizfaktor * Grundwert = Spielwert
Es ist für das Reizen unersätzlich, festzustellen, mit wieviel Buben bzw. welche Reihenfolge die Buben haben. Es gibt 4 Buben im Spiel. Der höchste ist der Kreuzbube, dann der Pikbube, Herzbube und zum Schluß der Karobube. Grundlage für das Reizen sind die Buben!
Der Spieler hat folgende Buben und kann daher wiefolgt reizen:

Kreuzbube
Mit einem spiel zwei * Farbe = Reizwert

Kreuz- und Pikbube
Mit zweien spiel drei * Farbe = Reizwert

Kreuz-, Pik- und Herzbube
Mit dreien spiel vier * Farbe = Reizwert

Kreuz-, Pik-, Herz- und Karobube
Mit vieren spiel fünf * Farbe = Reizwert

Kreuz-, Pik- und Karobube
Mit zweien spiel drei * Farbe = Reizwert

Kreuz- und Herzbube
Mit einem spiel zwei * Farbe = Reizwert

Kreuz-, Herz- und Karobube
Mit einem spiel zwei * Farbe = Reizwert

Kreuz- und Karobube
Mit einem spiel zwei * Farbe = Reizwert

Pikbube
Ohne einen spiel zwei * Farbe = Reizwert

Pik- und Herzbube
Ohne einen spiel zwei * Farbe = Reizwert

Pik-, Herz- und Karobube
Ohne einen spiel zwei * Farbe = Reizwert

Pik- und Karobube
Ohne einen spiel zwei * Farbe = Reizwert

Herzbube
Ohne zweien spiel drei * Farbe = Reizwert

Herz- und Karobube
Ohne zweien spiel drei * Farbe = Reizwert

Karobube
Ohne dreien spiel vier * Farbe = Reizwert

Spiel ohne Buben
Ohne vieren spiel fünf * Farbe = Reizwert


Um den Begriff Farbe näher zu definieren, ist es wichtig zu sagen, dass den Spielfarben Karo, Herz, Pik und Kreuz bestimmte Werte zugeordnet sind.


Karo Farbwert: 9

Herz Farbwert: 10

Pik Farbwert: 11

Kreuz Farbwert: 12


Das Nullspiel



Bei Nullspielen gibt es bestimmte festgelegte Reizwerte


Null mit Skataufnahme = 23

Null ohne Skataufnahme = 35

Null offen mit Skataufnahme = 46

Null offen ohne Skataufnahme = 59



Offene - und Handspiele


Beim Skatspiel können allgemein offene Spiele aber Handspiele durchgeführt werden Das heißt: Bei offenen Spielen werden alle Karten des Alleinspielers für die Gegenpartei sichtbar auf den Tisch gepackt. Ein Spieler kann nur offen spielen wenn er auch Hand spielt. Er muß also ein Spiel ansagen ohne das er den Skat aufgenommen bzw. gesehen hat. Beim zählen des Spieles wird also einer mehr gezählt.
Beispiel
1. Mit einem Bube spielt zwei Hand drei * Farbwert = Spielwert
2. Min einem Bube spielt zwei Hand drei offen vier * Farbwert = Spielwert

Auswahl aus dem Skatlexicon



abgeben, einen Stich die Gegenpartei erhält einen Stich
abheben verändern der durch das Mischen entstandenen Reihenfolge der Karten
abwerfen spielen einer Unbrauchbaren Karte, wenn nicht bedient werden muss
Alleinspieler der Spieler mit dem höchsten Reizgebot
der Alte höchster Trumpf
ansagen Bekanntgabe der Spielart
über Dörfer gehen andere Karten und nicht Trumpf spielen
auhnehmen den Skat ansehen
Augen Zählwerte der Karten
aus der Hand den Skat nicht einsehen
baden gehen das Spiel verlieren
bedienen Nach anspielen einer Karte die selbe Farbe spielen
billiges Spiel Spiel mit einem niedrigen Reiz- oder Spielwert
blanke Karte<7td> einziege Karte einer Farbe
drücken zwei ausgewählte Karten in den Skat legen
darunterbleiben nicht übernehmen oder stechen
einpassen kein Spieler hat 18, neues Spiel
erhöhen einen höheren Wert ansagen, als geplant oder genannt
fordern Trumpf ziehen
halbe Miete Stich mit drei Vollen
König zu dritt König und zwei Luschen
Lusche Karte ohne Zählwert<7td>
mauern ein sicheres Spiel nicht ausreizen
passen nicht höher reizen können als der Gegenspieler
Schneider Gewinnstufe, bei der eine Partei weniger als 30 Augen hat
Schwarz Gewinnstufe, bei der eine Partei keinen Stich hat
Spielwert der Spunktwert des Spiels
stechen eine Farbkarte mit Trumpf an sich bringen
Stich die drei Karten die gespielt wurden
Trumpf Karten mit Sonderrechten, mit den man stechen kann
übernehmen eine Ranghöhere Karte legen
überreizen Spielwert erreicht nicht den Reizwert