Evangelische Schule Neuruppin

Di, 29.07.14

- Grundschule, Oberschule und Gymnasium -

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Schullosung 2014: Leben, Lieben, Lachen - zusammen!

Sozial-diakonisches Praktikum Praktikumsbericht
- Carolin Zerfaß


Vom 16.02.1998 bis 27.02.1998 fand an unserer Schule für die 9. Klassen ein sozial-diakonisches Praktikum statt. Da ich schon mehrfach in der Projektwoche am Projekt "Förderschule" beteiligt war, entschloss ich mich, mein Praktikum an der "Förderschule für geistig und körperlich Behinderte" in Neuruppin zu absolvieren. Herr Resch, der Leiter der Förderschule, begrüßte meine beiden Mitschüler und mich und wir wurden unseren Gruppen zugeteilt. Die Gruppe, in der ich mein Praktikum verbrachte, war eine 6. Klasse, bestehend aus Schülern im Alter von 16 bis 22 Jahren. Die Schüler haben einen festen Tagesablauf, geregelt durch einen Wochenplan.

Der Plan beinhaltet ähnlich wie unser Stundenplan verschiedene Fächer mit der Ausnahme, dass es neben Kunst, Mathematik, Deutsch und Musik auch Fächer wie Hauswirtschaft, Reiten, Werken, Schwimmen und Computerunterricht gibt. Der Unterricht wird an die speziellen Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes angepasst, was auch Einzelförderung für einige Behinderte in unterschiedlichen Bereichen bedeuten kann. Zusätzlich nehmen die Kinder an Arbeitsgemeinschaften teil, beispielsweise Tourismus, Spiel und Sport, Basteln, Kochen und Backen und Musiktherapie. Der Schultag beginnt um 8.00 Uhr und endet um 15.00 Uhr, wir Praktikanten arbeiteten von 8.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr. Gegen 11.30 Uhr nehmen die Kinder das Mittagessen ein, danach gibt es eine zweistündige Mittagspause. Nach den Arbeitsgemeinschaften, Einsätzen in der Werkstatt u.Ä. endet der Tag für die Kinder um 15.00 Uhr, die Schüler gehen entweder selbständig nach Hause oder werden vom ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) dorthin gebracht. Am Vormittag des ersten Tages war in der Stadt eine Besichtigung zum Thema "Kunst" angesagt. Nach dem täglichen Morgenkreis (Besprechung eines Themas) fand am Dienstag der Hauswirtschaftsunterricht statt; es wurde von den Jugendlichen unter Anleitung der Lehrerin, Frau Jensch, eine Lasagne mit Salat zubereitet. Am darauffolgenden Tag durfte ich mit einigen Schülern, hauptsächlich Körperbehinderten, zum Reitunterricht nach Wulkow fahren. Zum Unterricht gehörte das Begrüßen und Striegeln der Pferde, das Aufsitzen auf den Pferderücken und verschiedene Koordinationsübungen mit Händen und Füßen während des Reitens. Am Donnerstag besichtigte ich das neue Gebäude der Förderschule am Kastaniensteg, wo dann in Zukunft für die Behinderten wesentlich bessere Bedingungen herrschen werden. Außerdem begleitete ich zwei Schüler im Rahmen der Einzelförderung in den Snoezeleraum (Entspannungs- und Erlebnisraum). In dem Raum stehen ein beheizbares Wasserbett, zwei Wassersäulen mit Farbreflexen und es gibt zusätzlich viele andere optische und akustische Reizeinflüsse; das alles wird untermalt mit entspannender Musik. An beiden Freitagen arbeitete meine Gruppe in der Werkstatt in einem ehemaligen Kindergarten. Wir steckten Autoteile zusammen und ordneten Reinigungslappen für das Krankenhaus.

Am letzten Tag verabschiedeten wir uns bei Herrn Resch, "unseren" Kindern und den Betreuern. Wir bedankten uns mit einem Blumenstrauß. Es waren zwei sehr lehr- und erfahrungsreiche Wochen, die ich sehr intensiv erlebt habe und die mit viel Freude verbunden waren. Ich kann diesen Praktikumsplatz weiterempfehlen, es wäre günstig, wenn die Praktikanten einige Erfahrungen mit Behinderten mitbringen würden. Es war für mich ein sehr gelungenes Praktikum.


 

Letzte redaktionelle Aktualisierung 20.07.2008