Schullosung 2013: Gemeinsam auf den Weg machen, suchen und verändern
Und wieder grüßt das Känguru
Ein frischer Geist, viel logisches Gespür und ein gespitzter Bleistift sind Voraussetzungen, die die 237 angemeldeten Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule und Grundschule am Donnerstagmorgen mit zur Schule brachten. Um 8 Uhr begann in der Aula, zwei weiteren Unterrichtsräumen des Gymnasiums, im Grundschulcontainer und im Grundschulgebäude der Känguru-Mathematikwettbewerb, der seinen Namen Hochschulmathematikern aus Australien zu verdanken hat. Das Anliegen dieser an der Mathematik interessierten Menschen war die Zusammenführung von Schülerinnen und Schülern zu einem einmal im Jahr stattfindenden Wettstreit. Bedingungen dafür sollten sein, dass die Aufgaben nicht unlösbar schwer sind und eine große Bandbreite von Aufgabengebieten umfassen. Außerdem soll beim Lösen der mathematischen Probleme der Spaß nicht auf der Strecke bleiben. Anscheinend ist das Prinzip der Herren aus Australien aufgegangen. Die Zahl der Teilnehmer in Deutschland steigt stetig an. Im Jahr 1995 rechneten 184 Mathefreunde um die Wette, im Jahr 2009 ließen sich stolze 800.000 Teilnehmer feststellen. Mittlerweile nehmen 46 Länder an dem Mathe-Vergleich teil. Jährlich am dritten Donnerstag im März schreiben zeitgleich alle Schülerinnen und Schüler der Teilnahmeländer diesen Test unter Aufsicht eines Lehrers.
In 75 Minuten lösten die Schüler an der Evangelischen Schule je 24 Aufgaben in den Klassenstufen 3/4 und 5/6. Für die höheren Klassen, wie 7/8, 9/10, 11/13, standen je 30 Aufgaben zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler legten eine hohe Konzentration an den Tag und vertieften sich in die anspruchsvollen Aufgaben. Natürlich erhofften sich viele Rechner einen Preis, wie z.B. ein T-Shirt. Das gibt es an jeder Schule für den weitesten "Kängurusprung" (die größte Anzahl von aufeinander folgenden richtigen Aufgaben). Außerdem gibt es Experimentierkästen, strategische Spiele, anspruchsvolle mathematische Puzzles und viele Bücher zu gewinnen. Auch in der Grundschule offenbarten sich Ansporn und Ehrgeiz. Viele Federmäppchen wurden von den Kleinen aufgestellt, um die Geistesblitze vor dem Nachbarn abzuschirmen. In den letzten Jahren konnte die Evangelische Grundschule sehr gute Ergebnisse verzeichnen. Das macht Mut für die kommende Auswertung, auf die die kleinen und großen Mathematiker allerdings bis Juni warten müssen.
18.3.10, Lena Engel
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