Schullosung 2013: Gemeinsam auf den Weg machen, suchen und verändern
Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2007
Berwerbung der Tasca SAG:
(Leider gehörten wir nicht zu den Gewinnern)
Hiermit bewirbt sich die Evangelische Schule Neuruppin mit dem Projekt
„Tasca SAG“ um den Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2007 in der Kategorie
„Schule“.
Das „Tasca“ ist kurz gesagt ein Schüler- und Themencafé, welches als Schüleraktiengesellschaft
von Schülern geleitet und betrieben wird.
Seit der Gründung Anfang 2006 ist der Mitgliederstab inzwischen auf 34 Schüler, drei
betreuende Lehrer und den Hausmeister der Schule angewachsen.
Zu Beginn des Schuljahres 2007/2008 soll dann endlich das als großes Ziel angestrebte
eigene Café mit festen Räumlichkeiten und Öffnungszeiten im Nachmittagsund
Abendbereich eröffnet werden.
Doch davor stand (und steht immer noch) viel Arbeit, man muss nämlich bedenken:
Hier erwirtschaftet kein ausgebildeter Unternehmer seinen Lebensunterhalt – es
handelt sich nach wie vor um ehrenamtlich arbeitende Jugendliche von der 9. bis zur
13. Klasse, die „nebenbei“ auch noch dem Schulunterricht folgen müssen, der trotz
allem vorrangig bleibt.
Um dieses Projekt zu verwirklichen, musste das Team bereits vorher viel Erfahrung
im Gastronomiebereich und vor allem Geld sammeln, denn Fördermittel und Spenden
allein (der „Rotary Club Neuruppin“ ernannte „Tasca“ zu seinem Masterprojekt
2006, welches mit Fördermitteln im Wert von knapp 11.000€ honoriert wurde) reichen
leider nicht aus, um einen laufenden Betrieb auf die Beine zu stellen. So realisierte
das „Tasca“ inzwischen eine feste Einnahmequelle mit dem täglichen Imbissverkauf
auf dem Schulhof, bei der das Angebot der „Kantine B“ mit einer Provision von 20%
verkauft wird. Je zwei Schüler bieten in den beiden Hofpausen ein umfangreiches
Angebot in dem eigens dafür gestellten Verkaufshäuschen an und kümmern sich anschließend
selbst um die Kassenabrechnung.
Auch bei diversen Schulveranstaltungen, Stadtfesten oder privaten Anlässen hat sich
das „Tasca“ bereits einen Namen durch die bis jetzt ausnahmslos tadellose gastronomische
Betreuung gemacht; inzwischen hat es sich sogar schon zu einer kleinen,
gern gemieteten und vor allem etablierten Catering-Firma entwickelt.
Aber das Team nimmt nicht nur Aufträge an: So wurden bereits verschiedene eigene
Veranstaltungen auf die Beine gestellt, unter anderem ein Band-Contest, ein Beachvolleyball-
Turnier oder das alljährlich stattfindende Schul- und Sommerfest (welches
mit über 1000 Gästen eine wahre Herausforderung darstellt). Die Grundlage solcher
Ereignisse beruht auf reiner Organisation, eine wichtige Alltagskomponente im Leben
nach der Schule, die im traditionellen Unterricht leider viel zu selten gefördert, in einer
Schülerfirma wie dem „Tasca“ aber in besonderem Maße vermittelt wird.
Die Organisation erstreckt sich hier über alle Ebenen: von der Entwicklung eines
Konzepts, über die Realisierung des Einkaufs, der Werbung und des Aufbaus bis hin
zur Durchführung und der nachträglichen Bestandsaufnahme und Abrechnung.
Eine neue Einnahmequelle hat sich erst kürzlich erschlossen: Die Schule bekommt
ein neues Logo und dieses Logo möchte natürlich auch auf den traditionellen TShirts
der „Evi-Schüler“ zu sehen sein. Das „Tasca“ hat sich der Aufgabe angenommen,
diese zu vertreiben. Eigens dafür wurde ein Online-Shop programmiert, über
den Schüler, Lehrer und andere Mitarbeiter T-Shirts, Sweatshirts oder Jacken in vielen
Farben, Formen und Größen bestellen können.
Verantwortung tragen zu lernen ist eine der ist eine der wichtigsten Lektionen im Leben
eines „Tasca-Mitglieds“. Eine gesunde Risikobereitschaft kann viele neue Wege
öffnen, allerdings kann genauso jede Fehlentscheidung bei der Preiskalkulation oder
beim Einkauf verheerende Folgen mit sich tragen, die es zu verhindern gilt. Zur Sicherheit
stehen natürlich immer noch die Betreuer im Hintergrund, um das Projekt
nicht zu gefährden.
Momentan laufen die Vorbereitungen für die Café-Eröffnung auf Hochtouren: Es
wurden bereits Tische und Stühle für 60 Sitzplätze, Geschirr, Besteck, Thekenzubehör,
etc. gekauft, die Thekenverkleidung und dazugehörige Schränke werden in Eigenarbeit
hergestellt und die Raumplanung steht in hohem Maße.
Die Räumlichkeiten selber befinden sich im - oder besser gesagt vor dem neu gebauten
Grundschulgebäude, für welches – ebenso wie beim Gebäude des Gymnasiums
– eine alte Kaserne saniert wurde. Die Grundschule wird gleichzeitig mit dem
Café das neue Gebäude beziehen. Ein äußerst praktischer Umstand, sticht der Gebäude-
Vorbau doch nahezu ins Auge und ist wie geschaffen für eine Nutzung solcher
Art (sogar eine Dachterrasse wird dem „Tasca“ voraussichtlich zur Verfügung
stehen) ; bedenkt man zusätzlich noch die grandiose Lage direkt am Touristenlockpunkt
„Ruppiner See“, braucht man sich eigentlich überhaupt keine Sorgen mehr um
die Etablierung des Cafés machen, dessen Namensschild „Tasca“ schon von weitem
zu sehen sein wird.
Auf solchen Gegebenheiten ruht sich das Team aber keineswegs aus, im Gegenteil:
Besonders jetzt in der Endphase wird viel Geld benötigt – aller Voraussicht nach wird
das Kapital nach der Eröffnung bei knapp 150€ liegen, also wird trotz aller Eigeninitiative
jede Hilfe von außen benötigt.
Nach der Eröffnung sollen attraktive Angebote auch Nicht-Schüler locken: erschwingliche
(schülerfreundliche) Preise, Laptops mit Internetzugang, ein Warenangebot,
welches auch mit den „großen“ Straßencafés mithalten kann, ein angenehm frisches
Ambiente, gemütliche Sitzecken und ein regelmäßiges kulturelles Angebot (Theaterund
Filmvorführungen, Bandabende, Lesungen, Ausstellungen,…), für welches extra
eine Bühne fest in den Raum integriert wird.
Die Schüler selbst werden dann vom ersten Tag an den Laden selbst betreiben und
managen, aber das funktioniert natürlich nur mäßig in einem bunt gewürfelten Haufen
von Schülern; wie in einer Aktiengesellschaft üblich, existieren klare Strukturen:
Ein Vorstandsvorsitzender (beziehungsweise im Fall „Tasca“ eine Vorstandsvorsitzende)
zeichnet Entscheidungen ab, ein Aufsichtsrat steht ihm zur Seite und verschiedene
Bereichsleiter (zum Beispiel für Finanzen, Lager und Einkäufe) bringen
Steine ins Rollen, welche die „einfachen“ Mitglieder in Bewegung halten.
Trotzdem herrscht Demokratie, jeder hat Stimmrecht (in Form von jeweils drei Aktien)
und auch jeder kann eigene Vorschläge einbringen.
Auch gibt es eine wöchentliche Versammlung, in der aktuelle Termine, Teameinsätze
und sogar der Putzplan für die nächste Woche geklärt werden; denn diese Versammlungen
finden in den eigens dafür zur Verfügung gestellten Geschäftsräumen des
„Tasca“ statt. Dieser Raum im Keller des „Evi“ wurde von den Schülern selbst hergerichtet,
die Möbel selbst gebaut; und neben genügend Sitzplätzen und einer installierten
Theke zum Üben stehen hier auch Computer mit Internetzugang zur Verfügung,
um die wichtige Kommunikation und Finanzverwaltung online über die Schul-
Homepage aufrecht zu erhalten.
Das „Tasca“ hat inzwischen einige Kooperationspartner gefunden, die das Projekt
wohlwollend unterstützen.
Bert Krsynowski (Leiter vom Hotel und Restaurant „Am Alten Rhin“) organisierte bereits
viele Einsatzmöglichkeiten auf gastronomischer Ebene.
Georg Hellwege (Vorstand der Raiffeisenbank Ostprignitz-Ruppin eG) stellte ein kostenloses
Konto zur Verfügung und vermittelte den Schülern erste Grundkenntnisse in
der Buchführung.
Gemeinsam mit Thomas Weber (Finanzberater) erstellte der Vorstand des „Tasca“
im Herbst letzten Jahres seinen ersten Geschäftsbericht, der zweite wird mit der Eröffnung
des Cafés folgen.
Das Team hat sich bereits in Eigeninitiative weitergebildet, beziehungsweise fortbilden
lassen: Einige Mitglieder haben zum Beispiel die Food-Messe „Citti“ in Neubrandenburg
besucht und interessante Anregungen für das eigene Angebot mitgebracht.
Seit Frühjahr 2006 ist das „Tasca“ im EPOS-Programm (EPOS steht für „Entwicklungspolitisch
orientierte Schülerfirmen“) eingetragen, einem Service-Programm des
OIKOS-Vereins Berlin, der sich vorrangig um die Menschenrechte und den Kampf
gegen Armut in Afrika kümmert. Dieses Programm ermöglichte bereits viele Seminare
und Workshops – wie zum Beispiel den „Young European Business Campus
2006“ in Berlin. Die Schüler möchten sogar den OIKOS-Verein unterstützen, indem
sie Kaffee aus Entwicklungsländern zu fairen Preisen importieren.
Dieses großartige Engagement und der Wille, ein auf weite Sicht angestrebtes Ziel
zu erreichen, macht die „Tasca SAG“ zu etwas Einzigartigem. Dieses Preisgeld würde
die Schüler einen enormen Schritt in die Richtung bringen, ein eigenes, unabhängiges
Café zu führen und weiterhin selbst soviel Verantwortungsbewusstsein aufzubauen.
Zusätzlich zu der Bewerbung finden Sie im Anhang einen der genannten Geschäftsberichte
für näher gehende Informationen zum Geschäftswesen der „Tasca SAG“.
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Fördern und Fordern |
Die Schülerfirma Tasca SAG hier... Das Projekt 'Baltic Sea Tour 2008' hier... |
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Partner |
Die Tasca SAG arbeitet eng mit außerschulischen Partnern zusammen hier Der Coffeeshop Das Tasca importiert biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee hier... |
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Schulleben |
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Viele Schulveranstaltungen werden inzwischen vom Tasca organisiert oder gastronomisch unterstützt. hier... |
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Wettbewerbe |
Das Team nimmt regelmäßig an Wettbewerben teil hier... |
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Fischnet |
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Im Fischnet gibt es einen eigenen Bereich für das Tasca-Team. Hier finden die SchülerInnen die aktuellen Dienstpläne, rechnen die Veranstaltungen ab und vieles mehr. |
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